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Discography

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Beneath Southland Skies - Mike Brosnan – Flying Kiwi Records

One Take Magazine, Germany, January 2006

Mike ist Neuseeländer mit irischem Blut und lebt in Deutschland. Mike hat das Leben erlebt, viel gesehen und vermutlich einen Schaukelstuhl, von dem aus er seine Lieder in die Welt entlässt, die sich kaum einen Scheißdreck darum kümmert. Vermutlich wird es auch dem ein oder anderen Leser so gehen, wenn nun die Worte Rock und Folk, Blues und Country fallen. Gut, in Deutschland riecht das heftig nach Menschen, die in Gitarrenshops ungefragt dumme Tipps geben und ansonsten auf Stadtfesten bierselige Arschgrabscher beschallen. Mike hingegen, Mike ist authentisch. Mike erinnert stimmlich ganz doll an John Hiatt, diese deprimierte Zerquetschtheit, und seine Songs würden auch auf Hiatts „Walk On“ passen. Das sind, verstehen wir uns richtig, keine schlechten Referenzen, denn sie verweisen auf den schmalen begehbaren Pfad im Sumpf aus Kitsch und Schmierigkeit. „Beneath Southland Skies“ hat gute Songs, ist an den richtigen Stellen intim und an anderen beschwingt und ersäuft nie im Pathos. Die irischen Wurzeln kann man zudem nur erahnen, die alkoholgetränkte Säuferseele zeigt sich geläutert. Wieder was zu erzählen. Junge, hol mir mal den Schaukelstuhl. Setz dich und hör zu, verdammt.

Beneath Southland Skies - Mike Brosnan – Flying Kiwi Records

By Bastian Streitberger, SellFish, Germany, January 2006

Die Geschichte von Mike Brosnan ist keine besondere. Leider. Denn es ist eine, die jeden Liebhaber des authentischen Musikhandwerks nachdenklich stimmen sollte - gerade weil sie in der heutigen Musiklandschaft immer noch zu häufig vorkommt. Der reife Mann aus Neuseeland veröffentlicht seit Jahren als Bandleader und Solokünstler eine Platte nach der anderen - und nur wenige profitieren von seinen Künsten. Brosnan bringt dabei alles mit, was die befindlichkeitsfixierten Seelen auch diesseits der Nordmeeres begeistern dürfte: „Beneath Southland Skies“ ist nämlich ein herrliches Werk an starken, melancholischen Songideen mit behaglich zurückgefahrener Grundintonierung. Dabei bedient sich der Herr mit der Kojak-Frisur nämlich sämtlicher Schätze und Rezepte der handgemachten Liederkunst: Akustik- und Slide Gitarre, Mundharmonika und Piano. Die warmen Songs schauen tief in die Seele, berühren dabei und zersetzen gleichzeitig den Grundschmerz mit einfachen aber eindringlichen Songideen und dem emphatischem Gitarrenspiel. Gerne werden Referenzen zum legendären Ry Cooder gezogen - und das nicht zu Unrecht. Brosnan bewegt sich in seiner um alle Schnörkel reduzierten Mischung aus Rock, Folk, Country und Blues in einer eigenen Welt und doch auch in der heute mehr denn je aktuellen Wiederentdeckung der Rootsmusik, der Auslutschung des Alt.Country-Genres und der langsamen Überreizung des Singer/Songwriter-Mythos. Aber das alles wird Mike Brosnan auf seiner Insel wenig jucken, solange die Welt da draußen nur Notiz von seiner Musik nimmt. Dabei gibt es nämlich zu vieles zu verpassen: Das dahinschmelzende „be with you“, die herzzerreißende Mundharmonika bei „dave said“ etwa oder das todbetrübte „never thought i´d cry again“. Und genau so ist es: Ich dachte es bis dato nämlich auch nicht - und wer sich bei dem Dutzend Songs auf „Beneath Southland Skies” nicht danach fühlt, wird wohl auch in Zukunft nicht mehr in der Lage dazu sein.

Beneath Southland Skies - Mike Brosnan – Flying Kiwi Records

By Michael Hinz, Alternative Nation, Germany, January 2006

Er zog aus, um mit seiner Musik die Welt zu erobern. Was liegt da näher, als sich seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Touren durch die Clubs, Bars und Konzerthallen der Welt, zu widmen.

Der gebürtige Neuseeländer Mike Brosnan, der sich seit einiger Zeit in Deutschland niedergelassen hat, hat selbstverständlich auch sein neues Album trotz Tour arrangiert und eingespielt.Auf Beneath Southland Skies bleibt Mike Brosnan so, wie man ihn kennt. Er ist erdig, ehrlich, ein Storyteller, der seine Musik, eine schnörkellose Mischung aus Folk, Blues, Country und Rock für seine Zwecke zu nutzen weiß. Die Verstärkung erhält er von Musikern aus seiner neuen Heimat, dem Norden Deutschlands, in Form von Recky Beck (Gitarre, Backgroundgesang), Peter Treusch (Drums), Georg Schroeter (Piano), Marc Breitfelder (Harmonica) und Christian Spohn (Bass).

Beneath Southland Skies ist ein Album für Anhänger des ruhigen Tones, der Slidegitarre und der ruhigen, unprätentiösen Musik.

Beneath Southland Skies - Mike Brosnan – Flying Kiwi Records

Reviewed in Unicum, Germany, January 2006

Das nenne ich kosmopolitisch: Mike Brosnan ist Neuseeländer mit irischer Familientradition und lebt nun in Deutschland. In seinen Songs mixt er amerikanischen Folk mit Calexico-Einflüssen, bringt keltische Elemente mit Country, Rock und Blues zu einander – und verknüpft somit einen ganz ordentlichen Anteil dessen, was westliche Musikkultur zu bieten hat. Dass er trotz unzähliger Konzerte rund um den Globus noch Zeit hatte, dieses Album einzuspielen, das nötigt Respekt ab. Und das tut seine seelenvolle Präsentation als Singer-Songwriter und herausragender Gitarrist allemal. (New Music)

Beneath Southland Skies - Mike Brosnan – Flying Kiwi Records

Music Outlook, Germany

Wer wird denn gleich in die Luft gehen?

Der Name des Labels sagt alles: Mike Brosnan ist Neuseeländer. Allerdings ein mittlerweile in Deutschland lebender. Und Gitarrist noch dazu. Ein sich bekennender Gitarrist. Zu den Wurzeln der Musik. Also Rock, Blues, Soul, Country und Folk.

Damit wären stilistisch die Randbedingungen des Albums geklärt. Um diese Säulen kreisen die Songs des Mike Brosnan, zeichnen sich durch glänzendes Songwriting aus, fallen nie in bekannte Mainstream- Muster oder bewegen sich am Kitsch. Es kommt bei ihm aus tiefster Seele, die Bekenntnis zum Blues oder das lautlose Hinübergleiten zum Rock. Wenn Musik gute Laune vermittelt, wenn sie schlicht da ist um zuzuhören, dann hat der Musiker seine Sache prima erledigt. Wer auf Musik mit Roots steht wird hier einhalten müssen.

Beneath Southland Skies - Mike Brosnan – Flying Kiwi Records

German review in CNET, January 2006

Mike Brosnan teilt mit Pierce Brosnan nicht nur den Nachnamen, sondern er hat wie dieser auch irische Wurzeln. Ansonsten haben die beiden nichts gemeinsam. Mike Brosnan nämlich ist Neuseeländer und wahldeutscher Gitarrist, und er bewegt sich im Genre traditioneller, von Ry Cooder oder auch Southcoast-Rock inspirierter Gitarren-Mucke.

Handgemachte Songs und kernige, akustische Aussagen mit zeitlosem, ewig gültigen Achtundsechziger-Rock-Appeal sind Brosnans Stärke und Markenzeichen. Blues, Folk und Rock, aber auch die keltischen Klänge seiner Vorfahren sind dabei sein musikalischer Antriebsmotor, eine schlichte, sehr ehrliche und unverstellte Sehensweise der Welt und die dazu passende Lieder und Texte sein Kapital. Brosnan gilt zudem als hervorragender Gitarrist, der seit Äonen mit über 200 Konzerten pro Jahr in kleinen Clubs und Cafés weltweit gastiert und den Freunde akustischer, männlicher Musik mit Stahlsaitengitarre und Bottleneck wunderschöne Abende beschert. Diese Art von Hausmacherklang muss man mögen, und das tut nicht jeder. Die Zeit ist stehen geblieben in jener Art von Musik, und das rezipiert der Hörer einfach je nach Stimmungslage.

Brosnans Songs weisen jedoch eine autarke Stärke auf, die auch genrefremde Musikfreunde in ihren Bann ziehen könnten, etwa Balladen, wie das unendlich traurige "Be With You", das Brosnans Bariton wunderschön zur Geltung bringt, das rein akustische "Long Gone" oder auch der witzige Country-Folk "Dave Said". Auch Hausmannskost kann fantastisch schmecken!

Beneath Southland Skies - Mike Brosnan – Flying Kiwi Records

By Kerstin Petermann, Just Magazine, Germany, January 2006

Das hier ist Singer/Songwriter. Deswegen kann man getrost auch mal in die Phrasenkiste greifen: Das Leben ist also ein Patchwork. Zusammengesetzt aus vielen Fetzen von Erlebnissen, Gefühlen und Erfahrungen. Es ist auch ein Puzzle, das aus vielen kleinen einzelnen Bildern besteht und zusammen ein ganzes großes ergibt.

Und so ist auch Beneath Southland Skies. Es besteht aus vielen kleinen Bildern, die erst mal nicht so recht zusammen passen wollen. In Nowhere To Run weint Mike Brosnan um eine verflossene Liebe und im nächsten Lied Gonna Run Away cruised er schon wieder über den Highway, „The sixpack in the back…radio playing way too loud“. Hat er da noch sein Babe auf dem Beifahrersitz sitzen, ist die Liebe im nächsten Lied schon wieder Vergangenheit. Vielleicht war es aber auch eine ganz andere Frau. Eine Frau, die er irgendwann in seinem Leben mal geliebt hat. Zwischen Tour Another Song For The Road und sesshaft werden Time To Settle Down.

Setzt man diese Puzzlestücke zusammen, bekommt man das Bild eines Lebens. Vielleicht auch nur eines Tages. Vielleicht von drei Leben. Der Pathos reicht allemal für drei. Kratzt man aber die „nachgejagten Träume“ und „zurückgelassenen Städte“ mal weg, dann findet man unter diesen Songwriter-Floskeln, die auch auf Englisch nicht wirklich beeindruckender klingen, noch wunderschöne Bilder. Morgens noch mal am Kissen des anderen riechen, wenn der schon aufgestanden ist. Da geht die Sonne viel mehr auf, als beim 10.000. Sonnenaufgang.

Aber trotz solcher Ryan Adams-Momente ist der Text eigentlich nur Nebensache. Natürlich greift Mike Brosnan tief in seine Erfahrungsschatzkiste. Das kann er aber auch, denn er ist schließlich schon älter. Beneath Southland Skies ist Country, Folk, Blues — auf jeden Fall immer Gitarre. Sie ist die Verbindung zwischen den Geschichten und der Grund für die Platte — ein guter Grund. Schade dabei ist nur, dass das Klavier so immer nur Rhythmusinstrument bleibt. Schade, denn Klavier ist eigentlich zu schön, um so in den Hintergrund gedrängt zu werden. Aber das Album ist nun mal auch CountryFolkBlues. Für Klavierspiel muss man eben zu Ben Folds gehen.

Fazit: Man bekommt von Beneath Southland Skies das, was man von einer CountryFolkBlues-Platte erwartet und noch ein bisschen mehr. Es lohnt sich immer wieder mal, älteren Leuten zu zuhören, wenn sie von ihrem Leben erzählen. Da blitzen bisweilen zauberhafte Geschichten auf.

Beneath Southland Skies - Mike Brosnan – Flying Kiwi Records

Reviewed by MV Baltic Radio

Mike Brosnan wandert mit seiner Gitarre zwischen Folk, Blues und Rock

Mike Brosnan besitzt die Fähigkeit, unterschiedliche Musikrichtungen zu vereinen, ohne dass ein Chaos entsteht. In seiner Musik fließen Blues und Folk, Rock und Country sowie keltische Einflüsse zusammen. Das vorliegende Studioalbum "Beneath Southland Skies" birgt mit beinah jedem Titel eine Überraschung. Da taucht plötzlich eine Mundharmonika à la Bob Dylan auf - dann wieder das Gitarrenspiel eines Johnny Cash. Als Liedermacher präsentiert Brosnan ein Niveau lyrischer Aufrichtigkeit, wie es selten zu finden ist. Brosnan ist ein ausgezeichneter Gitarrist und gefühlsbetonter Sänger. Der ausgewanderte Neuseeländer mit irischem Erbe lebt jetzt in Deutschland. Mike Brosnan wurde auf Neuseeland geboren und nahm bereits in frühen Jahren Klavierunterricht. Später spielte er Bass und Keyboards in einigen Rockbands, bis er Anfang der 70er Jahre vom Folk-Music-Boom mitgerissen wurde und begann, akustische Gitarre zu spielen. Später ließ er Klaviertechniken in sein Gitarrenspiel einfließen, so dass häufig der Eindruck eines Ragtime-Klavier-Spiels entstand. Sein Können an der Slideguitar kann mit dem eines Ry Cooder verglichen werden. Als Solokünstler und Bandleader hat Brosnan Großbritannien, Europa, Asien und Neuseeland bereist und dabei in kleinen Cafés, Clubs und Konzerthallen gespielt. Während der vergangenen zehn Jahre hat er mehr als 2.000 Auftritte gehabt. Nach einer ausgedehnten Konzerttournee in Neuseeland ist Mike Brosnan nun auch in Europa unterwegs. 

Beneath Southland Skies - Mike Brosnan – Flying Kiwi Records

Westzeit, Germany, February 2006

Der Neuseeländer mit der Wahlheimat Deutschland unterstreicht auf seinem neuen Album, warum er in bestimmten Kreisen als Kultstar verehrt wird. Erfreulich ungekünstelt und direkt performt er, ähnlich wie Jackie Leven, seine simplen, aber handwerklich guten Roots-Songs zwischen Country, keltischem Folk und Blues. Die Stücke allerdings halten sich bisweilen etwas zu sehr an gängige Muster, um trotz Brosnans Slide-Künsten aus der breiten Masse ähnlicher Produktionen herauszuragen.

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